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MovieMy Life as a Zucchini
PerleOscar Nominee - Bester animierter Spielfilm :: Claude Barras und Max Karli :: 2017

My Life as a Zucchini

Mein Leben als Zucchini

SOMETIMES WE CRY BECAUSE WE'RE HAPPY.

20161h067.8 / 10 (1,514 votes)

Zucchini - so lautet der Spitzname eines kleinen, neunjährigen Jungen, der nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter mit einem neuen Leben konfrontiert wird. Der fürsorgliche Polizist Raymond bringt ihn ins Heim zu Madame Papineau, wo er fortan mit anderen Kindern aufwächst und seinen Platz in der Gesellschaft sucht. Das Zusammenleben ist nicht immer einfach, denn auch der freche Simon, die besorgte Béatrice, die schüchterne Alice, der etwas zerzauste Jujube und der verträumte Ahmed haben bereits viel erlebt. Aber sie raufen sich zusammen und geben einander Halt auf dem Weg, ihr Leben in ruhigere Bahnen zu lenken. Eines Tages stößt die mutige Camille zu ihnen, und Zucchini ist zum ersten Mal im Leben ein bisschen verliebt: Camille ist einfach wunderbar! Doch ihre Tante plant, die kleine Gruppe auseinander zu reißen und Camille zu sich zu holen. Können Zucchini und seine Freunde dies verhindern?

Why it's in the Vault

Mein Leben als Zucchini ist eine jener Entdeckungen, die daran erinnern, warum es sich lohnt, abseits der offensichtlichsten Filme zu suchen. Hinter einem Plakat, das kaum erahnen lässt, was einen erwartet, verbergen sich außergewöhnlich ausdrucksstarke Stop-Motion-Animation, eine emotional kluge Geschichte und vor allem Figuren, die mit jeder Szene an Tiefe gewinnen. Simon ist vielleicht das schönste Beispiel: Zunächst erscheint er als der Tyrann der Gruppe, doch nach und nach wird er verständlich, verletzlich und schließlich ausgesprochen liebenswert. Zärtlich, ohne kitschig zu werden, und schmerzhaft, ohne die Hoffnung aufzugeben, ist dies eine jener seltenen kleinen Perlen, die leise auftauchen und überraschend große Spuren hinterlassen.

— Matty, Curator of the Vault*

Atmosphere

Zärtlich, bittersüß, intim, hoffnungsvoll, kindlich

WahlfamilieKindliche widerstandskraftStop motionUnerwartete freundschaftEmotionale heilungZärtlichkeit
Emotionale zartlichkeit
Kindliche widerstandskraft
Melancholie
Verspieltheit

Behandelt den Tod eines Elternteils, Vernachlässigung, Missbrauch, Sucht und Verlassenwerden aus einer sensiblen kindlichen Perspektive und betont letztlich Freundschaft, Fürsorge und Heilung.

Dans les coulisses

Ce qu'on ne voit pas à l'écran

01

Sieben Jahre bis zur Leinwand

Claude Barras erklärte, dass sich die Adaption über etwa sieben Jahre entwickelte, nachdem er Gilles Paris' Roman durch seinen langjährigen Mitarbeiter Cédric Louis entdeckt hatte.

02

54 kleine Darsteller

Puppenbauer Grégory Beaussart und ein zehnköpfiges Team verbrachten rund zehn Monate damit, 54 Puppen herzustellen, bevor ein Teil der Mannschaft während der Dreharbeiten deren Wartung und Reparatur übernahm.

03

Gesichter für Gefühle

Die übergroßen Köpfe und Augen sind nicht nur eine ästhetische Entscheidung. Barras hatte diese reduzierte Formensprache bereits in früheren Kurzfilmen entwickelt, weil sich damit überraschend feine Emotionen ausdrücken ließen.

04

Céline Sciamma am Drehbuch

Nach jahrelanger Entwicklung arbeitete Barras mit Céline Sciamma zusammen, deren besonderes Gespür für Kindheit und junge Figuren hervorragend zum Projekt passte.

05

Zwei Césars

Der Film gewann 2017 sowohl den César als bester Animationsfilm als auch den Preis für die beste Adaption für Céline Sciamma.

Aux origines

Autobiographie d'une Courgette

Gilles Paris, 2002

Claude Barras adaptiert Paris' Roman über den Jungen Courgette und sein Leben mit anderen Kindern, deren Familiengeschichten von Verlust und Verletzungen geprägt sind, und konzentriert die Geschichte auf Widerstandskraft, Freundschaft und die Möglichkeit, eine neue Familie aufzubauen.

Palette

Les couleurs du film

Zucchini-Blau#557A92
Camille-Rot#B95F58
Spielplatzgelb#D5AE58
Heimgrün#778B70
Sanftes Himmelblau#91B1BC
Warmes Holz#A87958